Konsum gehört heutzutage in der westlichen Welt zum Alltag und mit dem wachsenden Angebot gestaltet sich die Transparenz über Produktion und Qualität immer schwieriger. Missstände wie Kinderarbeit und Ausbeutung von Näher*innen werden geschickt verdeckt. Daneben führt der immer grössere Konsumdruck auch in der Schweiz zu Ungerechtigkeit. Vermehrt zeigt sich, dass junge Menschen, die sich aufgrund ökonomischer Ressourcen keine neuen Kleider leisten können, soziale Ausgrenzung erfahren. Insgesamt werden laut dem Bundesamt für Umwelt pro Kopf und Jahr 6 Kg Textilien wieder eingesammelt – das macht 51`267 Tonnen pro Jahr (Stand 2018). Berücksichtigt man die Tatsache, dass sowohl Produktion als auch Transport einen enormen Energie- und Ressourcenverbrauch und eine grosse Wasserverschmutzung verursachen, dann wird die Dringlichkeit von nachhaltigem Handeln bewusst.

Unsere Vision ist gross: Die Kleiderherstellung soll auf der ganzen Welt auf nachhaltige Weise stattfindet, sowohl im sozialen wie auch im ökologischen Sinn. Dies bedeutet unter anderem, dass die Arbeitnehmenden der Kleiderindustrie faire Löhne erhalten, angemessene Arbeitszeiten und eine gesunde und sichere Arbeitsumgebung haben. Weiter bedeutet es, dass die Ressourcen der Erde für die Herstellung der Kleider geschont werden: Der Wasserverbrauch wird gesenkt, die Gewässer durch die benutzten Pestizide, Farb- und Gerbereimittel usw. nicht verschmutzt – beziehungsweise diese giftigen Stoffe werden möglichst ganz weggelassen und Rohstoffe werden sorgfältig ausgewählt. Dieser Vision können wir uns nur annähern, wenn wir einerseits unser Konsumverhalten anpassen, andererseits bei Modefirmen Druck auf soziales und umweltschonendes, und somit nachhaltiges Wirtschaften machen. Künftig sollten auch Fabriken unterstützt werden, faire Arbeitsbedingungen für die Angestellten zu schaffen und umweltbewusste Systeme zu nutzen.

UNSERE VISION

Der Verein Walk-in Closet Schweiz beschäftigt sich mit dem Thema Kleiderkonsum und dessen globalen Folgen. Das Ziel ist es, nachhaltiges Handeln mit spannenden Erlebnissen und Begegnungen zu verknüpfen. Wir setzen beim Konsumverhalten an: Mit den Kleidertauschbörsen an verschiedenen Orten in der Schweiz bieten wir eine Alternative zum konventionellen Kleiderkonsum. Das Motto lautet: Tauschen statt Kaufen. Die Sensibilisierung der Besucher*innen steht im Fokus. Um dies zu erreichen, arbeiten wir mit der Organisation Public Eye zusammen und teilen regelmässig aktuelle Beiträge über die Kleiderindustrie auf unseren Social Media Kanälen. Auf Anfrage bieten wir Workshops oder Referate zum Thema „nachhaltiger Kleiderkonsum“. Ziel ist es, möglichst viele Menschen dazu zu animieren, ihren eigenen Kleiderkonsum zu reflektieren und diesen bewusster zu gestalten. 

Die erste Walk-in Closet Kleidertauschbörse fand im Jahr 2011 statt. Nach der ersten Durchführung war klar: Die Idee und Umsetzung stösst auf grosses Interesse. Im darauffolgenden Jahr wurde der gemeinnützige Verein Walk-in Closet Schweiz gegründet. Zum Gründungsteam kamen weitere Freiwillige dazu, die Kleidertauschbörsen organisierten. Jedes Jahr kommen neue Standorte, neue Organisator*innen, neue Helfer*innen und neue Vernetzungspartner*innen dazu. Der als kleines Studierenden-Projekt gestartete Walk-in Closet hat sich als die grösste Organisation von Kleidertauschbörsen in der Schweiz etabliert. In unserem Verein engagieren sich jährlich mehrere hundert Freiwillige gemeinsam für eine nachhaltigere Modewelt.

Mit viel Herzblut und Engagement leisteten bis 2016 Freiwillige die ganze Koordinationsarbeit und dies dank den vielen Besucher*innen auch kostendeckend. Mit dem Wachstum von Walk-in Closet Schweiz, nahmen auch die administrativen Aufgaben zu. Um den Verein weiterzuentwickeln und die Qualität sowie das vorhandene Engagement aller Beteiligten und Interessierten beibehalten zu können, benötigt es finanzielle Ressourcen. Dank der Stiftung Mercator Schweiz konnte der Verein im Jahr 2017 eine bezahlte Koordinationsstelle schaffen. Die Stelle ist bis ins Jahr 2021 gewährleistet, unter der Bedingung, dass sich weitere Stiftungen an der Finanzierung beteiligen und ein Teil auch durch den Verein selbst finanziert wird. Um die Eigenfinanzierung anzustreben, wurde ein neues Gönnerschaftssystem eingeführt. Diese Einnahmen sollen neben den Stiftungen die Lohnkosten zukünftig decken.  

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UNSER VEREIN

UNSER VORSTAND

UNSER VORSTAND

(v.l.n.r.)

Elisabeth Schenk 
Michelle Sandmeier 
Jennifer Perez (Gründerin Walk-in Closet Schweiz)
Fabienne Plattner
Nora Keller (Vereinspräsidentin)
Pia-Maria Laux (Koordinatorin 2019, kein Vorstandsmitglied)
Markus Gander 

Nicht auf dem Foto: Gregor Mägerle (Vorstandsmitglied seit 2020)

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UNSERE MITGLIEDER

Vereinspräsidentin, Koordinationsstelle &

Standortverantwortliche Baden

NORA KELLER

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©2020 Walk-in Closet Schweiz